Am Wochenende 25./26.09.2021 fand die diesjährige Vereinsmeisterschaft auf die 18m-Hallendistanz statt. Trotz der Corona-Pandemie und der dadurch natürlich zurückgegangenen Trainingsintensität und -häufigkeit hatten sich 32 Schützinnen und Schützen angemeldet, um in den drei Bogenarten (Blankbogen, Compound- und Recurvebogen) den besten innerhalb des Vereines "herauszuschießen".

Siegerehung Jugendmeisterschaft 2021Am Samstag vormittag wurde der neue Jugenmeister ermittelt. Hierzu traten insgesamt 9 Schützen an, die sich auf alle drei Altersgruppen (Schüler, Jugend und Junioren) verteilten. Der Wettkampf begann für Oskar Zurak, den späteren Drittplatzierten, alles andere als wie gewohnt. So musste er einige Fehlschüsse wegstecken. Es gelang ihm jedoch, sich aus diesem Tief herauszuziehen und so erreichte er schließlich noch 408 Ringe. Mit 417 Ringen lag Robin Klaßmüller knapp vor ihm auf Platz 2. Und die Siegerin und damit neue Jugendmeisterin Bogen der SpVgg Roth wurde Renée Diwald, die sich mit 443 Ringen durchsetzen konnte. Sehr beachtlich ist dieses Ergebnis auch deshalb, weil sie erst in diesem Jahr mit dem Bogenschießen begonnen hatte.

Am Sonntag wurde dann der Wettkampf bei den Blankbogenschützen ausgetragen, den Christian Putz mit 413 Ringen vor Wolfgang Tonkel (273 Ringe) gewinnen konnte.
Compound-Meister 2021Bei den Compound-Schützen gingen in diesem Jahr fünf Schützen an den Start. Platz drei ging hierbei an Oliver Fünfgelder, der sich mit 530 Ringen mit nur einem Ring Vorsprung gegen Michael Trent durchsetzen konnte. Platz zwei ging in diesem Jahr an Gerhard Renner mit 536 Ringen. Und Sieger dieser Bogenklasse wurde wie im letzten Jahr Philipp Bauer mit 563 Ringen.

Die meisten Starter gab es in diesem Jahr in der Bogenart Recurve. Insgesamt traten 25 Schützen an. Den sechsten Platz konnte sich hierbei Kirstin Kiesel sichern (422 R.), die nach längerer Wettkampfpause wieder bei der Vereinsmeisterschaft antrat. Mit 437 Ringen erreichte Daniel Seitz den fünften Platz hinter Renée Diwald (443). Die Bronzemedaille ging in diesem Jahr an Michael Rau mit 476 Ringen. Den zweiten Platz konnte sich Marcus Seitz mit einer beachtlichen Leistung von 514 Ringen sichern. Und Sieger auch dieser Klasse wurde Philipp Bauer mit einer Top-Leistung von 571 Ringen. Damit unterstrich er einmal mehr seine Zugehörigkeit zu den besten Schützen Bayerns.

Recurve-Siegerehrung

 

Die Gesamtergebnisse befinden sich hier.

 

 

 „Hätte mir das jemand 2017 nach der Bezirksmeisterschaft gesagt, hätte ich ihn wahrscheinlich ausgelacht“, sagte Philipp Bauer nach seinen ersten Deutschen Meisterschaften, nachdem es im letzten Jahr jeweils um ein paar Ringe nicht geklappt hatte. „Da bin ich nämlich Letzter geworden.“

 

Zwei komplett unterschiedlichen Wettkampf-Hälften erlebte unser Jugendleiter Philipp bei seinen ersten Deutschen Meisterschaften am Wochenende in Wiesbaden.

 

Bei Sonne und guten Bedingungen schoss er in der ersten Hälfte des Qualifikationswettkampfs in der Herrenklasse mit dem olympischen Recurve-Bogen mit 320 Ringen sein mit Abstand bestes Ergebnis. Zur Halbzeit stand er damit auf einem sensationellen sechsten Rang.

 

Doch dann setzte Starkregen ein. Seine Ergebnisse wurden immer schlechter und brachten ihm in Durchgang zwei nur noch 254 Ringe ein. In Summe hieß dies am Ende Platz 35 von 55 Schützen mit 574 Ringen. „Ich habe total den Fokus verloren“, analysierte der junge Ingenieur direkt nach dem Wettkampf. Vielleicht forderte auch der gerade erst überstandene Magen-Darm-Infekt seinen Tribut. Hätte er das „Regen-Niveau“ seiner Mitschützen halten können, wäre für ihn ein Finalplatz der besten sechzehn Schützen möglich gewesen. Hierfür waren in Wiesbaden 602 Ringe erforderlich; eine Leistung, die er schon mehrfach geschossen hat. „Meine Leistung aus dem ersten Durchgang motiviert mich extrem“, so Bauer. „Ich hoffe, dass ich schon im Winter in der Halle die Chance bekomme, wieder dabei zu sein. Und da kann’s wenigstens nicht regnen.“

 Bilder: Lukas Bauer und Cornelia v. Hardenberg

Am Samstag, 7. August 21, um 10.00 Uhr begann die vierte Auflage des 12- bzw. 24-Stunden Schießens auf dem großen Platz. Gleich zu Beginn standen 13 Schützinnen und Schützen an der Schießlinie: Von den drei Teilnehmern der Bayerischen Meisterschaften und Liga-Schützen bis zur engagierten Familie, die gerade erst ihren Einsteigerkurs absolviert hatte.

 

Bis um 13.00 Uhr wurde am großen Platz geschlossen, die vom Team Challenge ausgeliehenen Pavillons (vielen Dank, Waldemar Blank!) schützten zu Beginn in den Pausen noch vor der Sonne.

Dann wurde planmäßig abgebaut und an den kleinen Platz umgezogen, um kürzere Distanzen zu schießen und den Schutz des Unterstands und des festen Zelts zu haben. Doch dann setzte der Regen ein und es wurde immer kälter. Trotzdem hielten erstaundlich viele Schützinnen und Schützen lange durch. Doch um 22.30 Uhr, nach 12,5 Stunden, musste Philipp Bauer, der das Event initiiert hatte, einsehen, dass er nicht die Nacht über durchhalten würde. Besonders beeindruckt war er vom Engagement der Familie Diwald: Sie kamen am nächsten Morgen noch einmal, um weitere Pfeile zu schießen - und fragten begeistert: "Machen wir das in diesem Jahr nochmal?"

 Für Statistik-Fans:

Bei den Bayerischen Meisterschaften vom 30. Juli bis 1. August 2021 waren drei Aktive von uns im Einsatz: Freitag kam Christian Putz in der Klasse Blankbogen Master mit 534 Ringen auf einen großartigen zehnten Platz. Samstag blieb Philipp Bauer in der Klasse Recurve Herren mit 606 Ringen nur 6 Ringe unter seiner Bestleistung wurde Elfter. Damit qualifizierte er sich für die Deutschen Meisterschaften in Wiesbaden am zweiten September-Wochenende. Dritter im Bunde war Gerhard Renner. In der Klasse Compound Master wurde er am letzten Wettkampftag bei Kälte und Regen mit 601 Ringen Zwanzigster.



In einem ausführlichen Zeitungsartikel findet ihr mehr Details zu den Bogenarten und dem Wettkampf.

Fotos: Lisa Machuj

Ab dem 08. März 2021 ist ein Training auf unserem Platz in Kleingruppen aus maximal fünf Personen und zwei Haushalten wieder erlaubt. Unsere Mitglieder können wieder wie im letzten Jahr Zeiten reservieren, an denen sie trainieren möchten.